Liebe Leserinnen und Leser,
am 18. Februar begann in diesem Jahr mit dem Aschermittwoch für uns die Zeit der Vorbereitung auf Ostern. Die Fastenzeit nennen wir in meiner Muttersprache „Upavasam“. Das bedeutet „nebenan sein“.
Diese Zeit will uns näher zu Gott und zu unseren Mitmenschen bringen. Sie versetzt uns in die Lage, die Liebe Gottes in unserem Leben zu erfahren und seine Liebe mit unseren Mitmenschen zu teilen. Damit das gelingen kann, muss man gut vorbereitet sein, denn das wissen wir: Gute Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg, in welchem Bereich auch immer. Eine gute Vorbereitung hilft dabei, das gesteckte Ziel zu erreichen. Sie gibt eine klare Richtung für unsere Bemühungen vor.
Zum Beispiel ist das Erlangen eines Führerscheines ein großes Ziel für viele junge Erwachsene. Die Fragebögen, mit denen man für die theoretische Prüfung übt, sind wesentlicher Bestandteil der Vorbereitung, um die theoretische Prüfung zu bestehen.
Als Christen glauben und hoffen wir, dass wir ein Leben nach dem Tod haben: Das große Geheimnis, das wir an Ostern feiern. So sagt es Jesus: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt“ (Johannes 11,25).
In unserem Leben als Christen gibt es auch Fragebögen, die uns helfen, das Ziel, das bei uns das ewige Leben ist, zu erreichen. Bei Matthäus lesen wir von solchen Fragebögen (Mt 25,31-46):
„Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben oder durstig und dir zu trinken gegeben? Und wann haben wir dich fremd gesehen und aufgenommen oder nackt und dir Kleidung gegeben? Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen? Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Ein wirklich schöner und sinnvoller Auftrag für diese Fastenzeit und unser Leben als Christen! Gott fordert uns schon heute auf, darüber nachzudenken. Nehmen wir es ernst und bereiten wir uns darauf vor, die Fragen zu beantworten, die Matthäus hier stellt.
Ich denke, Ihnen fallen viele Möglichkeiten ein, die Fragen des Evangeliums im Alltag durch ihr Leben zu beantworten.
Das kann eine kleine Geste der Hilfe oder der Wertschätzung sein.
Es kann auch eine Spende sein, damit Menschen in Würde leben können, die keine Möglichkeit haben, sich selbst zu helfen, und so diesen Menschen ein Stück Würde wiederzugeben.
Ich habe Ihnen drei Projekte aus unserer Pfarrei mitgebracht, die genau das versuchen. Wenn Sie diese Projekte unterstützen möchten, dann haben Sie mehrere Möglichkeiten, dies zu tun. Am 15. März, dem vierten Fastensonntag (Lätare), wird in allen Gottesdiensten der Pfarrei Hl. Hildegard von Bingen, die Kollekte für diese Projekte sein. Sie können auch auf das Konto der Kirchengemeinde Heilig Hildegard von Bingen den Betrag überweisen, den Sie spenden möchten. Auf Wunsch kann Ihnen eine Spendenquittung ausgestellt werden. Ich kann Ihnen zusichern, dass der gespendete Betrag für die genannten Projekte verwendet wird. Die Partner vor Ort werden die Spenden unter den genannten Projekten aufteilen.
Matthäus lädt uns ein, über den Tellerrand hinaus zu sehen und lädt uns ein, Botinnen und Boten für die Sache Jesu zu sein, so wie es Matthäus erzählt. Dann berühren sich Himmel und Erde und Hunger kann gestillt, Not gelindert und Würde zurückgegeben werden.
Ich bedanke mich bei Ihnen allen in Namen meines Bischofs Samuel Mar Ireniois, auch für seine herzliche Aufnahme in unserer Pfarrei im Jahr 2025.
Ihr
Jimmy George
Kaplan