Qualitätsmanagement in der Kita St. Josef Bellheim – Forschen und Experimentieren

Von Natur aus besitzen Kinder den Drang ihre Umgebung mit allen Sinnen wahrnehmen zu wollen und mit Neugier auf Entdeckungsreise zu gehen. Sie beobachten ihr Umfeld, hinterfragen es und stoßen selbst im normalen Kindergartenalltag auf vielerlei naturwissenschaftliche Phänomene. Beispielsweise stellen sich Fragen wie: Wieso fliegt der Stapel Malpapier einfach weg, wenn das Fenster geöffnet wird? Warum fliegen manche gefaltete Flugzeuge gut und andere im Sturzflug zu Boden? Diese Fragen und ähnliche bieten Anknüpfungspunkte um durch Forschen und Experimentieren Antworten zu finden.

 

Bereits im Jahre 2007 machte sich das Erzieherteam der katholischen Kita St. Joseph Bellheim im Rahmen der OFFENSIVE BILDUNG auf den Weg um dieses wichtige Erfahrungsfeld für die Kinder in der Kita zu verankern. Das gesamte Erzieherteam bildete sich in der Fortbildung VOM KLEINSEIN ZUM EINSTEIN weiter, was sowohl den mathematischen, chemischen und physikalischen Bereich in der frühkindlichen Erziehung abdeckt. Mehrere Module fanden in der direkten Zusammenarbeit mit der BASF in Ludwigshafen statt.

Ziel ist es, den Kindern vielfältige Materialien und Möglichkeiten zum Forschen und Experimentieren zur Verfügung zu stellen und sie in diesem Prozess zu begleiten. Bei den Kindern wird der Forschergeist geweckt. Sie beginnen zu fragen, auszuprobieren, kombinieren, finden kreative Lösungsmöglichkeiten und haben dabei unheimlich viel Spaß.

 

Unser Raumkonzept ermöglicht, dass in jedem Gruppenraum eine Forscherecke ein fester Bestandteil ist. Jede Gruppe findet ihr Forscherthema aufgrund von Fragen und Beobachtungen der Kinder. Einige bisherige Forscherthemen der Gruppen waren: Wasserwerkstatt, Licht und Schatten, Magnete, Papierwerkstatt, Umschütten und Umfüllen, Farben etc. In Kinderkonferenzen besprechen die Kinder mit den Erzieherinnen Er- bzw. Geforschtes, dabei entstehen weitere Ideen, wie das Thema fortgeführt werden kann. Ist das Interesse der Kinder an einem Forscherthema erschöpft, tut sich meist recht schnell ein neues Thema auf.

 

Auch gruppenübergreifende Forschertage beschäftigen sich mit naturwissenschaftlichen Fragen und Phänomenen. Dafür wird der Werkraum in eine Forscherwerkstatt umgebaut und jedes Kind kann sich je nach Interesse verweilen. Dort trafen sich Kinder bereits zu Themen, wie Sprudelgase: Wieso sind da Bläschen in meinem Sprudelwasser? Küchenchemie: Was blubbert und knallt in der Küche? Mechanik: Welches Spielzeug rollt/ fährt am Schnellsten die Schräge herunter? u.v.m.

 

Da das weitläufige Außengelände der Kita naturnah angelegt ist, bieten sich hier ebenfalls vielfältige Erfahrungen im naturwissenschaftlichen Bereich, beispielsweise das Experimentieren mit Wasser aus der Schwengelpumpe, Wasser und Sand im Matschbereich, Tier-und Pflanzenbeobachtungen und vieles mehr.

 

Durch das Experimentieren und Forschen erfahren Kinder ihre Umwelt auf spielerische Weise mit all ihren Sinnen. Geleitet von ihrer kindlichen Neugier kommen sie mit naturwissenschaftlichen, ökologischen Themen, Biologie und Physik in Berührung und entdecken so ihre Welt.

 

Im Rahmen des Speyerer Qualitätsmanagements haben wir unsere bestehenden pädagogischen Inhalte überprüft. Durch Reflexion stellten wir fest, wie sich die bisherigen Angebote bewährt haben. Sie bleiben auch weiterhin Bestandteil unserer täglichen Arbeit und bilden grundlegende Erfahrungsbereiche für unsere Kinder.

Durch Reflexion und Austausch passen wir die Angebote an die Bedürfnisse und Wünsche der Kinder an. Sie sind stets im Wandel.