Missionskreuz

Das historische Sandsteinkreuz auf dem Kirchplatz bei der Pfarrkirche St. Nikolaus, auch das Bellheimer Missionskreuz genannt, wurde im Jahre 1893 vom damaligen Dekan und Geistlichen Rat, dem späteren Prälaten und päpstlichen Geheimkämmerer, Johannes Storck gestiftet. Prälat Storck war bekanntlich von 1869 bis 1913 Pfarrer von Bellheim und hat in dieser Zeit segensreich gewirkt. Der Bellheimer Ortschronik von Dr. Hans-Joachim Heinz ist folgendes zu entnehmen: “Das 4,70 hohe Monument (Sockel 1,80 m, Kreuz 2,90 m) aus gelbem Sandstein wurde von dem Speyerer Bildhauer Gottfried Renn gefertigt. Die Inschriften am Sockel geben über Anlass und Urheber der Stiftung ausführlich Auskunft. Auf der Vorderseite befindet sich der Aufruf: “Rette deine Seele.” Auf der linken Seite steht der Anlass für die Errichtung:

„Zur Erinnerung an die hl. Mission, welche von den Vätern aus dem ehrwürdigen Kapuzinerorden vom 12. bis 19. März 1893 hier abgehalten wurde“, ergänzt auf dem danebenliegenden Feld um die später veranstalteten Missionen: „II/Zum Andenken an die Missionsvorträge des Kapuzinerpaters Virgilo. 4. – 11. Dez. 1904 III/Andenken an die hl. Mission v. 4. – 11. Dez.1910 gehalten von 5 Kapuzinerpatres Alle 3 Jahre gehalten unter Prälat Storck”. Die Inschrift auf der rechten Seite verkündet den Stifter: “Gestiftet von Johannes Storck, Dekan u. bischöfl. Geistl. Rath, seit 1. Sept. 1869 Pfarrer dahier“. Die Inschrift auf der Rückseite schließlich erinnert an den alten Kirchhof: “Hier war bis zum Jahr 1582 der katholische Gottesacker.” Das Missionskreuz hat alle Wirren der vergangenen Zeit überstanden. Jedoch zeigten sich zuletzt, insbesondere im Bereich der Befestigungen, also an den Stellen, wo der steinerne Korpus an das Kreuz montiert wurde, durch die fortschreitende Korrosion, gravierende Schäden. Aber auch am Korpus und am Kreuzstamm waren Absprengungen festzustellen. Die notwendigen Bildhauer- und Sanierungsarbeiten wurden 2019 von Steinmetz und Bildhauermeister Stephan Hoffmann, Knittelsheim, vorgenommen, der ganze Arbeit geleistet hat. Text und Bilder: Alfred Gadinger